Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Gemini oder Claude gehören mittlerweile für viele zum Alltag. Neben dem Schreiben von Texten oder dem Beantworten von Fragen werden sie zunehmend auch für die Stellensuche eingesetzt. Statt klassische Jobportale zu besuchen, fragen viele Nutzer direkt nach offenen Stellen für einen bestimmten Beruf.
Doch wie gut funktionieren KI-Modelle tatsächlich im Vergleich zu einer spezialisierten Stellenplattform? Um diese Frage zu beantworten, hat x28 fünf führende LLMs mit jobagent.ch, einer Schweizer Stellenplattform auf Basis der Crawling-Technologie von x28, verglichen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede.
LLMs und Stellenplattformen verfolgen unterschiedliche Ansätze
LLMs wurden entwickelt, um Sprache zu verstehen und menschenähnliche Antworten zu generieren. Sie können Suchanfragen interpretieren und passende Informationen zusammenstellen. Dabei greifen sie je nach Modell auf öffentlich verfügbare Quellen, Suchmaschinen oder vorhandenes Wissen zurück. Eine eigene, kontinuierlich gepflegte Stellen-Datenbank besitzen sie jedoch nicht.
Die Stellenplattform hingegen verfolgt einen anderen Ansatz. Sie basiert auf der Crawling-Technologie von x28 und durchsucht laufend Unternehmenswebsites, Karriereportale sowie weitere Quellen nach neuen Stellenanzeigen. Diese werden strukturiert erfasst und in einer Datenbank gespeichert. Dadurch entsteht eine aktuelle und möglichst vollständige Übersicht über den Schweizer Stellenmarkt.
Die Datenerhebung
Für den Vergleich wurden vier unterschiedliche Berufsprofile ausgewählt:
- Anästhesiepflege
- Elektromonteur
- HR-Leitung
- Produktmanager
Für jeden Beruf wurden identische Suchanfragen an fünf LLMs (ChatGPT, Gemini, Claude, Mistral und Perplexity) sowie an jobagent.ch gestellt. Anschliessend wurden Anzahl, Aktualität und Relevanz der gefundenen Stellen verglichen. Die Erhebung der Daten fand im Juni 2026 statt.
Die Ergebnisse
Bereits nach der Auswertung zeigte sich ein klares Bild: Über sämtliche untersuchten Berufsbilder hinweg lieferte jobagent.ch die umfangreichsten und konsistentesten Resultate.
Für die vier untersuchten Berufe wurden auf der Stellenplattform folgende Stellen gefunden:
- 305 Stellen im Bereich Anästhesiepflege
- 7’256 Stellen für Elektromonteure
- 190 HR-Leitungspositionen
- 545 Stellen im Produktmanagement

Die getesteten LLMs lieferten zwar ebenfalls passende Stellenangebote, jedoch meist in deutlich geringerem Umfang. Gleichzeitig zeigten sich Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Während einige nur wenige Stellen ausgaben, fanden andere deutlich mehr Treffer. Auch die verwendeten Quellen unterschieden sich teilweise erheblich.
Neben der Anzahl fiel insbesondere die Qualität der Ergebnisse auf. Mehrere LLMs lieferten vereinzelt ältere Inserate, doppelte Treffer oder verlinkten auf Übersichtsseiten statt auf konkrete Stellenanzeigen. Zudem waren Angaben wie Beschäftigungsgrad oder Veröffentlichungsdatum nicht immer vollständig vorhanden. Auch konnten die LLMs keine abschliessenden Auflistungen liefern, auch nach mehrmaligem Nachfragen konnten diese keine vollständigen Resultate liefern. Jobagent.ch zeigte dagegen über alle vier Suchanfragen hinweg eine einheitliche und strukturierte Datenbasis.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Die Resultate sind aus technischer Sicht nachvollziehbar. LLMs wurden nicht als spezialisierte Jobsuchmaschinen entwickelt, sondern zur Verarbeitung und Generierung natürlicher Sprache. Ihre Stärke liegt darin, Informationen verständlich aufzubereiten und Suchanfragen flexibel zu interpretieren.
Eine Stellenplattform wie jobagent.ch verfolgt dagegen ein anderes Ziel. Durch das kontinuierliche Crawling von Stellenanzeigen und die strukturierte Aufbereitung der Daten entsteht eine deutlich umfassendere Grundlage für die Jobsuche. Genau diese Spezialisierung macht sich insbesondere bei Aktualität, Vollständigkeit und Konsistenz der Suchergebnisse bemerkbar.
Das bedeutet jedoch nicht, dass LLMs für die Stellensuche ungeeignet sind. Im Gegenteil: Sie eignen sich hervorragend, um Berufsbilder zu erklären, Bewerbungsunterlagen zu optimieren oder passende Suchbegriffe zu entwickeln. Geht es hingegen darum, möglichst viele aktuelle und relevante Stellenangebote zu finden, bieten spezialisierte Stellenplattformen derzeit klare Vorteile.
Qualität der Daten bleibt entscheidend
Künstliche Intelligenz verändert die Stellensuche nachhaltig. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass allgemeine LLMs spezialisierte Stellenplattformen aktuell noch nicht ersetzen können. Während KI-Modelle bei der Interpretation und Aufbereitung von Informationen überzeugen, liefern Plattformen wie jobagent.ch aufgrund ihrer kontinuierlich gepflegten Datengrundlage und der spezialisierten Crawlertechnologie vollständigere und aktuellere Suchergebnisse.
Für Unternehmen bedeutet dies vor allem eines: Auch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz bleibt die Qualität der zugrunde liegenden Daten ein entscheidender Erfolgsfaktor. Genau hier setzt die Crawling-Technologie von x28 an und bildet die Basis für aktuelle und strukturierte Stelleninformationen.
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